Prüfung hartmagnetischer Werkstoffe

Die exakte Bestimmung der magnetischen Flussdichte eines homogenen Magnetfeldes bildet die Grundlage aller Kalibrierketten in internationalen magnetischen Messlaboratorien wie der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig) oder dem NPL (National Physical Laboratories in London).

Auch BROCKHAUS setzt diese Technik ein, um magnetische Kenngrößen wie Flussdichte, Feldstärke sowie Messgeräte und Spulensysteme mit sehr hoher Genauigkeit zu kalibrieren. Das verwendete Kernspinresonanzmessgerät misst die Frequenz, mit der magnetische Momente der Protonen in reinem Wasser eine Präzessionsbewegung, vergleichbar dem Taumeln eines Kreisels, ausführen.

Diese Präzessionsbewegung wird durch das anliegende Magnetfeld erzeugt. Über einen Resonanzschwingkreis wird diese Frequenz gemessen. Da diese Frequenz streng linear an die Stärke des anliegenden Magnetfeldes gekoppelt ist, lässt sich mit diesem Verfahren die magnetische Flussdichte bzw. Feldstärke mit einer Genauigkeit von 10-6 T bestimmen.

PrüfungsartMesssystemWerkstoffeAussteuerungNorm
Werkstoffprüfung von
Hartmagneten im
Elektromagnet
UmspulenFerrit
AlNiCo
Selten-Erd
max. 2500 kA/mIEC 404-5
PolspulenFerritmax. 2500 kA/m
Kalibrierung von
hartmagnetischen
Messanlagen
UmspulenFerrit
AlNiCo
Selten-Erd
max. 2500 kA/mIEC 404-5
PolspulenFerritmax. 2500 kA/m
Kalibrieren von
Referenzproben
UmspulenNickelmax. 1500 kA/m
PrüfungsartMessgerätMessgrößenAussteuerungKalibriernormal
Kalibrierung von
magnetischen Messgeräten
Fluxmetermagnetischer Flussmax. 1500 kA/m Kernspin-
resonanz
Kernspinresonanz
Feldstärkenmessgeräte/
Gaussmeter
Feldstärke H
Flussdichte B
max. 1500 kA/m Kernspin-
resonanz
Kernspinresonanz
HallsensorenFeldstärke H
Flussdichte B
max. 1500 kA/m Kernspin-
resonanz
Kernspinresonanz
HelmholtzspuleSpulenkonstante kReferenz-
magnet/
Kernspin-
resonanz
FeldspulenSpulenfläche Amax. 1500 kA/m Kernspin-
resonanz
Kernspinresonanz